Mein Konzept

1. Vorwort

In meiner Tätigkeit als Tagesmutter sehe ich den Vorteil besonders in der kleinen Gruppe. Ich betreue maximal fünf Kleinkinder und habe dadurch die Möglichkeit auf viele Individualitäten der Kinder einzugehen.

Durch die kleine Gruppe kann ich den Kindern Ruhe und den nötigen Freiraum bieten, den sie für ihre Entwicklung und Entfaltung brauchen.

Der gute Kontakt zu den Eltern ist mir sehr wichtig und kann viel intensiver gestaltet werden.

Kinder sind das Wichtigste was wir haben. Sie sind kleine Persönlichkeiten die unsere Achtung, unsere volle Aufmerksamkeit und Zuwendung verdienen. Ohne Kinder ist unser Leben leer. Das wurde mir besonders bewusst, als unser Sohn aus dem Haus ging.

Wir Erwachsenen haben es in der Hand, ob unsere Kinder glücklich sind und ihren Bedürfnissen entsprechend aufwachsen. Es ist unser aller Verantwortung unsere Kinder zu behüten und zu beschützen.

Gesetzliche Grundlagen für meine Arbeit sind das sächsisches KitaG und der Sächsische Bildungsplan.

2. Zu meiner Person

Ich heiße Uta Taschner, bin verheiratet und lebe mit meinem Mann in einem alten Umgebindehaus. Wir haben einen erwachsenen Sohn.

Von Beruf war ich Rechtsanwaltsfachangestellte. Im Jahre 2007 habe ich mich entschlossen meiner Begabung zu folgen und mit Kindern zu arbeiten.

Ich machte die Tagesmuttiausbildung, das Curriculum zum sächsischen Bildungsplan und habe im gleichen Jahr meine Zulassung vom Jugendamt erhalten.

Seither arbeite ich als Tagesmutti und habe mich immer weiter qualifiziert.

Viele Jahre betreute ich die Kinder in den Haushalten der Eltern und habe auch sehr viel Erfahrung durch die Vertretung der zittauer Tagesmütter gesammelt.

2016 haben wir die räumlichen Voraussetzungen in unserem Haus geschaffen und meine Tagespflegestelle eröffnet.

3. Rahmenbedingungen für die Kindertagespflegestelle

Meine Kindertagespflegestelle befindet sich in unserem Haus in Seifhennersdorf, Rumburger Str. 84.

Für die Kinder nutze ich im Erdgeschoss ein Spielzimmer, einen Schlafraum, den großen Flur, das Bad und in unserer Küche haben sie eine Kinderessecke.

Die Kinder können mit Laufrad, Bobycar und Puppenwagen durch die Zimmer sausen, mit Autos, Eisenbahn, Steckspielen, Puppen, Kochgeschirr und vieles mehr spielen, oder auch ruhig in der Kuschelecke Bücher ansehen. Malen, schneiden, kneten, stempeln, basteln gehören natürlich auch dazu.

Unsere Katze beobachtet das ganze Treiben mit gebührendem Abstand.

Draußen nutzen wir unsere Terrasse mit Bobycar, Laufrädern und zum Malen. Bei passendem Wetter essen die Kinder auch gerne auf der Terrasse.

Im Garten gibt es unter anderem eine große und eine kleine Rutsche, eine Schaukel, Tisch und Stühle für kreative Arbeiten an frischer Luft, eine Wippe, Sandkasten, Bälle, Laufrad, Puppenwagen, einen kleinen Kletterturm und viel Natur.

Bei schlechtem Wetter gehen wir auch gerne spazieren. Je nach Alterszusammensetzung der Gruppe nehmen wir den großen roten Krippenwagen mit.

Auf unseren Spaziergängen gibt es viele Tiere zu sehen, Lamas, Ziegen, Schafe, Enten, Gänse Hühner, Katzen, Hunde, Vögel und Fische.

Ideal für die Kinder ist auch der neue Fußweg an der Mandau. Durch das neue Geländer können die Kinder sich frei bewegen.

Die Kinder freuen sich sehr, wenn wir Ausflüge mit dem Auto zum Naturheilpark, zum Wald oder zu den großen Kindern in die örtlichen Kindergärten unternehmen.

Mittagessen beziehe ich von der Kita Sonnenkäfer.

Frühstück und Vesper bringen die Kinder selbst mit. Dabei achte ich darauf, dass die Kinder überwiegend gesundes Essen mitbringen.

Selbstverständlich essen wir auch das frische Obst aus unserem Garten. Selbst geerntet schmeckt am Besten.

4. Betreute Kinder

Ich betreue bis zu fünf Kinder, in der Regel im Alter von einem bis drei Jahre.

In Ausnahmefällen und in Absprache mit der Stadtverwaltung auch etwas ältere z.B. wenn der Kita-Platz noch nicht frei ist.

5. Öffnungszeiten und Vertretung

Meine Kernöffnungszeiten sind von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Ausnahmen sind nach Absprache möglich.

Während meines Urlaubs und für die regelmäßigen Weiterbildungen bleibt die Kindertagesstätte geschlossen. Die Schließzeiten werden im November des Vorjahres bekannt gegeben.

Zur Zeit steht für meinen eventuellen Krankheitsfall keine Ersatzbetreuung zur Verfügung.

6. Pädagogische Arbeit

Der liebevolle Umgang miteinander ist eine Grundvoraussetzung bei meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, das Einzigartige jedes Kindes zu entdecken und zu fördern.

Ich möchte die Entwicklung der Kinder unterstützen, ihre Persönlichkeiten stärken und sie ermutigen ihren Weg zu gehen.

Mir ist die freie Entwicklung der Kinder wichtig. Sie sollen so viel wie möglich im Spiel lernen und ihre Kreativität entfalten. Ich möchte ihnen dazu die Rahmenbedingungen bieten und ihr Begleiter sein.

Ich möchte den Kindern Sicherheit und Hilfe geben, ihnen Natur und den Umgang mit Tieren nahe bringen und ihnen Lust auf Bewegung im Freien vermitteln.

Meine Arbeit orientiert sich am sächsischen Bildungsplan.

Somatische Bildung

Für die somatische Bildung führe ich die Kinder behutsam an die Körperpflege, an das Trocken werden, an die gesunde Ernährung und viele alltägliche Tätigkeiten heran.

Durch Bewegung, Turnen, Tanzen, Betrachtung im Spiegel lernen die Kinder sich und ihren Körper kennen. Sie sind stolz, wenn sie allein essen können und beim Anziehen fast keine Hilfe mehr brauchen. Auch der Umgang mit den Emotionen will gelernt sein.

Soziale Bildung

Der nächste wichtige Punkt ist die soziale Bildung. Gerade im Kleinkindalter werden die Grundlagen für die soziale Kompetenz im Leben gelegt.

Schon jetzt lernen die Kinder sich mit Anderen auseinander zu setzen und Beziehungen zu knüpfen. Ich helfe den Kindern eine gute Streitkultur zu entwickeln und Konflikte zu lösen.

Sie lernen ob es besser ist zu hauen, zu beißen, zu schreien, wegzulaufen oder vielleicht doch zu reden, tolerant, geduldig und liebevoll zu sein.

Die Kinder beginnen nach Lösungen zu suchen, Vertrauen und vor allem auch Selbstvertrauen zu haben. Sie lernen gegebenenfalls auch mal um ihr Spielzeug zu kämpfen, sich durchzusetzen oder auch mal zu verlieren.

Die Kinder lernen sich zu entscheiden, z.B. was sie essen möchten. In der Gruppe haben sie ein Mitspracherecht z. B. was wir als nächstes tun.

Kommunikative Bildung

In der Gruppe lernen sie automatisch zu kommunizieren, erst mit Mimik und Gestik, lachen und weinen, später kommen die ersten Worte dazu.

Beim Bücher anschauen lernen sie Geschichten zu erzählen, sich mit den anderen Kindern zu unterhalten. Wir singen, hören Musik und tanzen dazu, was ihnen viel Freude bereitet.

Ästhetische Bildung

Draußen und drinnen erforschen sie ihre Umwelt mit allen Sinnen.

Beim Malen und Basteln setzen sich die Kinder mit Formen, Farben, Beschaffenheit und Konsistenz der Materialien auseinander. Sie können selbst bestimmen wie sie was gestalten wollen.

Sie entwickeln dabei ein Gefühl für Schönheit und Ästhetik.

Wir schmücken gemeinsam zu Weihnachten und Ostern unsere Räume. Sie lernen unsere Tischsitten kennen.

Naturwissenschaftliche Bildung

Die Natur bietet unzählige Möglichkeiten zum Lernen und Erfahrungen zu sammeln z. B. Gras, Sand, Wasser, Schnee und Eis zu spüren. Warm und kalt, z. B. durch Sonne und Schatten, zu erfahren.

Im Garten erleben die Kinder den Wechsel der Jahreszeiten, sehen die Früchte und Pflanzen wachsen und wie sie wieder vergehen. Die Lupe ist für die Kinder immer griffbereit, sie können den Garten und die Tiere mit ihr erforschen.

Mathematische Bildung

Schon früh lernen die Kinder die Zuordnung, das etwas zusammen gehört z. B. ein Paar Schuhe. Mit den Bausteinen lernen sie mit unterschiedlichen Formen, Größen und Farben zu bauen.

Beim Aufräumen sortieren sie das Spielzeug. Sie erfahren, dass es schwere und leichte Sachen gibt.

Wir zählen zusammen die Tiere, Kastanien oder Murmeln.

Ich bieten den Kindern die Möglichkeit ihre Umgebung und den Alltag kennen zu lernen.

Körperliche Aktivität ist mir sehr wichtig. Die Kinder haben viele Möglichkeiten zum laufen, hüpfen, balancieren, klettern, rutschen usw. soviel wie sie mögen.

Ich beobachte die Entwicklung der Kinder und dokumentiere sie mit Bildern und kurzen Videosequenzen. Damit können die Eltern einen kleinen Teil des Alltags hier bei uns mit erleben und sehen, wie die Kinder miteinander umgehen.

7. Übergänge gestalten

Eine wichtige Grundlage für meine Arbeit ist eine ausreichend lange Eingewöhnung.

Nur so können die Kinder eine vertrauensvolle Beziehung zu mir aufbauen und ich habe die Gelegenheit sie gut genug kennen zu lernen.

Die Eingewöhnung kann je nach Alter und der individuellen Voraussetzung des Kinder bis zu vier Wochen dauern. Eine sichere Bindung ist sehr wichtig für meine Bildungs- und Erziehungsarbeit.

Während der Eingewöhnung habe ich auch die Möglichkeit die Eltern besser kennen zu lernen und somit ist auch eine bessere Zusammenarbeit möglich.

Für das Kind ist es auch sehr wichtig zu sehen, dass wir Erwachsenen gut miteinander auskommen. Dann ist für das Kind die Welt in Ordnung.

Es gibt auch den Eltern ein gutes Gefühl, wenn sie den Tagesablauf ausführlich erleben und sie erleben auch meine Arbeit mit den Kindern.

8. Tagesablauf

Der Tagesablauf gestaltet sich in der Regel wie folgt:

ab 7:30 Uhr Ankommen, freies Spielen

gegen 8:30 Uhr Frühstück, anschließend Toilettengang, Hände waschen

gegen 9:15 Uhr anziehen und raus gehen, Bewegung und freies Spielen

gegen 11:00 Uhr aufräumen, rein gehen, ausziehen, evtl. Toilettengang, Hände waschen

gegen 11:30 Uhr Mittagessen, anschließend Toilettengang, Hände waschen, Schlafanzug anziehen

gegen 12:30 Uhr Mittagsruhe, zwei Stunden bei Bedarf auch länger

gegen 15:30 Uhr Vesper, anschließend freies Spielen

Angebote mache ich zu unterschiedlichen Zeiten, bei passendem Wetter auch draußen.

Besondere Höhepunkte im Jahresverlauf wie Geburtstage, Abschiede, Ostern und Weihnachten werden natürlich gebührend gefeiert.

9. Elternarbeit

Die enge, offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern und gegebenenfalls auch Großeltern ist mir sehr wichtig um zum Wohle der Kinder handeln zu können.

10. Qualitätssicherung / Zusammenarbeit mit Institutionen

Monatlich findet ein Treffen mit anderen Tagesmüttern aus der Region statt, mit sehr regem Erfahrungsaustausch.

Außerdem nehme ich regelmäßig mindestens 20 Stunden im Jahr an Weiterbildungen teil.

z.B. mit Themen zu Bewegung, Musizieren und Tanzen mit Kleinkindern, Sprachentwicklung, Entwicklung der Grob- und Feinmotorik, Soziales verhalten, Umgang mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen und vieles mehr.

Wenn wir die Kindertagesstätten („Querxsenland“, „Bienchen“ oder „Sonnenkäfer“) besuchen, hole ich mir gute Tipps von den Erziehern.

Mit dem Jugendamt und der Stadtverwaltung stehe ich im Kontakt.

11. Schlusswort

Ich bin mir meiner großen Verantwortung bewusst. Sie vertrauen mir das Wertvollste was Sie besitzen für einen Teil des Tages an. Ihre Kinder erfahren Sicherheit und Förderung in meiner Kindertagespflegestelle und ich freue mich auf eine gute und interessante Zusammenarbeit mit ihnen als Eltern.